Raserunfall in München via Dashcam gefilmt

Der tödliche Raserunfall in München ist mit einer sogenannten Dashcam aus einem anderen Wagen gefilmt worden. Das sind in Autos installierte Videokameras, die während der Fahrt die Sicht aus der Windschutzscheibe aufzeichnen. Laut der Staatsanwaltschaft sei der Film ein ganz wesentliches Beweismittel. Das Aufzeichnen mit einer Dashcam sei zwar eine Ordnungswidrigkeit, die Aufnahmen dürften aber trotzdem auch in einem Prozess verwertet werden. Der Raser war am Freitagabend in falscher Richtung unterwegs gewesen, als er zwei Jugendliche erfasste. Ein 14-Jähriger starb, ein 16-Jähriger wurde verletzt. Der Mann hatte laut der Polizei Alkohol getrunken. Zudem hätten Beamte eine geringe Menge an Drogen in seinem Auto gefunden. Genaue Promillewerte oder Ergebnisse weiterer toxikologischer Untersuchungen stünden aber noch aus. Der 34-Jährige aus dem Landkreis Bad Tölz sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.