Region: Situation in Schulen nach wie vor schlecht

Auch einen Monat nach Schulbeginn ist für den Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) die Situation an den Schulen nicht entschärft. Am ersten Schultag habe zwar vor jeder Klasse ein Lehrer gestanden, allerdings habe das nichts mit Bildungsqualität zu tun, sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann am Montag. An den meisten Schulen sei zwar die Grundversorgung sichergestellt, es gebe jedoch wenig Raum für Zusatzangebote und Arbeitsgemeinschaften.

Von Lehrern wird dem BLLV zufolge außerdem weit mehr als Frontalunterricht erwartet. Sie müssten demnach viel stärker auf die individuellen Stärken und Schwächen der Schüler eingehen können. Dazu gehört laut Fleischmann auch, Kinder zu politisch versierten Entscheidungen zu befähigen und soziale Kompetenzen zu vermitteln. Dafür sei ein Lehrer pro Klasse nicht genug, erklärte Fleischmann.
Eine individuelle Förderung sei mit dem Status quo nicht zu erreichen.