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Spargelsaison 2019

Im Salat, auf dem Grill oder ganz traditionell mit Sauce Hollandaise und Kartoffeln – endlich gibt es wieder Spargel in unserer Region! Worauf Ihr beim Kauf achten müsst und wie das edle Gemüses länger frisch bleibt – alles rund ums Thema findet Ihr hier:

Spargelsaison 2019

Wann beginnt und endet die Spargelsaison 2019?
Ab Mittwoch (10.04.) gibt es nicht mehr nur Spargel aus Spanien oder Griechenland, sondern auch aus Schrobenhausen. Auf dem Münchner Viktualienmarkt wurde die Saison offiziell eröffnet. Doch dank dem relativ milden Winter gab es schon ein paar Wochen davor Spargel aus unserer Region.  Und – daran wollen wir zwar noch gar nicht denken, aber – offizielles Ende der Spargelsaison ist, wie in jedem Jahr, am Johannistag, den 24. Juni. Dann müssen sich die Pflanzen wieder regenerieren, damit wir den Spargel nächstes Jahr aufs Neue genießen können.

Worauf muss ich beim Kauf von Spargel achten?

Frischen Spargel erkennt Ihr beim Kauf daran,
1. dass die Stangen eine frische Anschnittstelle haben, die noch nicht eingetrocknet ist,
2. dass er frisch aussieht und keine Verbrennungen aufweist,
3. dass es quietscht, wenn man die Stangen aneinander reibt und
4. dass die Köpfe der Spargelstangen noch geschlossen sind. Ist das nicht der Fall, verliert der Spargel an Geschmack und ist dementsprechend nicht mehr frisch
Überlegt Euch auch gut, ob Ihr den Spargel im Supermarkt oder vom Hof kauft! Da gibt es deutliche qualitative Unterschiede. Grund: Der Spargel vom Hof liegt ab der Ernte bis zum Verkauf in der Kühlung unter idealen Bedingungen. Bei anderen Absatzwegen liegt er oftmals im Warmen und schmeckt dadurch einfach nicht mehr so gut. Unser Tipp: Spargel aus der Region kaufen – der ist am frischesten und die regionale Wirtschaft und vor allem Landwirtschaft wird angekurbelt.

Wie kann ich Spargel lange frisch halten?
Länger frisch hält man weißen Spargel, indem man ihn in ein feuchtes Geschirrtuch wickelt und ins Gemüsefach des Kühlschranks legt. Dort hält er sich dann drei bis vier Tage. Ist er schon geschält, einfach in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen, aber spätestens am nächsten Tag essen. Grüner Spargel ist da fast einfacher: Wie einen Blumenstrauß aufrecht in eine Vase oder ein Glas mit Wasser stellen, so bleibt er einige Tage frisch.

Was kann Spargel?
Spargel schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch sehr gesund: Er besteht zu 93 Prozent aus Wasser, zu circa zwei Prozent aus Proteinen, circa vier Prozent sind Kohlenhydrate und nur 0,2 Prozent sind Fette. Spargel hat somit nur 150 Kalorien pro Kilogramm! Aber Spargel enthält auch viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Phosphor. Und im Spargel stecken auch viele lebensnotwendige Vitamine. Vitamin A zum Beispiel oder Vitamin K. Ob besser grüner oder weißer Spargel auf den Teller kommt, das hängt von Euch ab, denn gesund sind beide Farben!
Auch hier lohnt sich der Einkauf vom Hof: Wenn der Spargel direkt beim Erzeuger gekauft wird, sind die wertvollen Vitamine beim Zubereiten noch enthalten und er kann seine volle Wirkung entfalten.

ÜBRIGENS: Spargel soll angeblich das perfekte Essen nach einer Partynacht sein. Eine Studie aus Südkorea ergab 2009, dass bestimmte Aminosäuren und Mineralstoffe im Spargel Katersymptome mildern, da sie die Leberzellen gegen die Gifteinwirkung des Alkohols schützen.

ABER VORSICHT: Man sollte es auch nicht mit dem Spargel übertreiben. In den Stangen ist eine große Menge an sogenannten Purinen enthalten, die im Körper dann zu Harnsäure umgewandelt werden. Wenn zu viel davon produziert wird, kann die Säure nicht vollständig ausgeschieden werden. Sie bildet dann im Körper Harnsäurekristalle. Die können zu einem Gichtanfall führen, also Schmerzen in Zehen-, Finger- und Kniegelenken – der aber nur einen Tag lang anhält, wenn man sich dann wieder zurückhält. Auch andere Lebensmittel, wie Käse oder Fleisch, enthalten Purine, aber bei Spargel wird es problematisch, weil wir meist eine große Menge davon in kurzer Zeit essen.

Zubereitungstipp:
Der nervigste Teil der Spargelzubereitung ist wohl das Schälen. Ihr solltet immer vom Kopf zum Schnittende – also von oben nach unten – schälen. Vor allem bei weißem Spargel ist das sehr wichtig, er würde sonst holzig und bitter schmecken. Bei grünem Spargel ist das übrigens nicht notwendig, da reicht es, nur den unteren Bereich von der Schale zu befreien.

Wenn Ihr den Spargel schon vor dem Kochen portionsweise mit Küchengarn bündelt, dann könnt Ihr die Portionen gleichmäßig verteilen und den Spargel schonend aus dem Kochtopf nehmen.

Bevor Ihr den Spargel auf den Teller legt, solltet Ihr ihn kurz ausdampfen und trocknen lassen. Dann können die Stangen die Sauce besser aufnehmen. Wenn Ihr vermeiden wollt, dass der Spargel schnell abkühlt, dann könnt Ihr das Gericht auch auf vorgewärmten Tellern servieren.

Unser Zusatztipp: Das Spargelwasser braucht Ihr nicht gleich wegschütten, denn daraus könnt eine leckere Spargelsuppe machen und Saucen für das Spargelessen verfeinern. Spargelwasser eignet sich aber auch als Flüssigdünger für Pflanzen. Der Spargel gibt Nährstoffe und Mineralstoffe in das Wasser ab und diese können dann von den Pflanzen wiederum aufgenommen werden. Dieses Hausmittel funktioniert übrigens auch mit beispielsweise Kartoffelwasser, Blumenkohlwasser oder Brokkoliwasser.

Woher kommt der unangenehme Geruch nach dem Spargelverzehr?
Trotz aller Beliebtheit, eine Sache stört doch viele an den weißen Spargelstangen: Wer denkt, der unangenehme Geruch auf der Toilette nach dem Essen käme von einer entschlackenden Wirkung des Spargels, liegt leider falsch. Die Asparagusinsäure des Spargels wird von einem Enzym zu schwefelhaltigen Verbindungen aufgespalten, die dann wiederum für den strengen Geruch verantwortlich sind. Das Einzige, was man dagegen tun kann: viel Wasser trinken! Dadurch werden die Verbindungen schnell wieder rausgeschwemmt. ÜBRIGENS: Manche haben Glück - bei denen riecht es nicht, weil nicht jeder die „Fähigkeit“ vererbt bekommen hat, die Säure abzubauen.

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