Rezepte für altes Brot

Frisches Brot ist ohne Frage unglaublich lecker und man möchte es eigentlich gleich komplett aufessen. Wenn das Brot aber älter und härter ist, kann es auch schon mal schnell im Müll landen. Das muss aber eigentlich gar nicht. Es gibt ja so viele gute Rezepte und Ideen, wie man altes Brot noch verwerten kann.

Süßer Auflauf

Ofenschlupfer, Scheiterhaufen und wie der Brotresteauflauf noch genannt wird, ist eine gute und süße Möglichkeit, alte Brotreste wegzumachen. Dafür braucht Ihr nicht mehr als:

- 350 g Brotreste
- 2 Eier
- 400 ml Milch
- 100g Zucker
- optional: Obst

Schneidet die Brotreste in ein bis zwei Zentimeter breite Scheiben oder Würfel. Fettet eine Auflaufform ein, gebt die Brotscheiben bzw. –würfel dazu und vermischt das mit Beeren, Nüssen oder anderen süßen Zutaten. Das Ganze begießt Ihr dann mit einer Mischung aus Milch, Eiern, Zucker und auch Gewürzen. Lasst den Teig dann 15 Minuten durchziehen. Zuletzt noch im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Ober- und Unterhitze für ca. 40 Minuten lang backen. Mit einem Holzstäbchen könnt Ihr die Feuchte des Teiges testen. Wenn keine Teigreste dran hängen bleiben, dann ist das Gericht fertig. Tipp: Warm schmeckt der Auflauf am besten!

Brotsuppe

Wenn euer Brot schon so hart ist, so dass man es nicht einmal mehr zerkleinern kann, dann probiert doch mal eine Brotsuppe aus. Für zwei Portionen braucht Ihr:

- 200g altes Brot
- 1 große Zwiebel
- 300g gemischtes Gemüse
- 1 L Gemüsebrühe
- 1-2 EL Petersilie
- 1 Knoblauchzehe
- 3-4 EL Öl
- Salz, Pfeffer und andere Gewürze

Weicht zuerst das Brot in der Gemüsebrühe ein. Je nach Brotsorte und Alter kann es 30-60 Minuten dauern, bis es durchgeweicht ist. Dann mit der Flüssigkeit pürieren. In der Zwischenzeit könnt Ihr das Gemüse in kleine Stücke schneiden. Dann müsst Ihr Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel mit dem Knoblauch darin anschmoren, bis die Zwiebelstückchen hellbraun sind. Dann löscht Ihr alles mit einem dreiviertel Liter Wasser ab und kocht das Gemüse bei mittlerer Hitze für einige Minuten, bis es bissfest ist. Jetzt müsst Ihr nur noch das pürierte Brot in den Topf geben und gut umrühren. Wenn euch die Konsistenz noch zu fest ist, könnt Ihr einfach ein bisschen mehr Wasser dazugeben. Zum Schluss könnt Ihr die Suppe noch würzen und für ca. 15. Minuten köcheln lassen.

Brotsalat

Für einen Brotsalat könnt Ihr entweder alte Brotstücke oder auch Würfel von frischem Brot benutzen. Die könnt Ihr ganz einfach mit Zutaten kombinieren, also zum Beispiel mit Gemüse, Salat und Blattgemüse oder Körnern und Nüssen. Dazu passt eine einfache Soße aus Essig und Öl mit frischen Küchenkräutern.

Croûtons

Zu Salaten passen natürlich auch Croûtons. Dafür schneidet Ihr eure Brotreste einfach in kleine Würfel und bratet die zusammen mit etwas Olivenöl und einer Knoblauchzehe in einer Pfanne an.

Brotchips

Solange das Brot noch nicht hart ist und sich noch in dünne Scheiben schneiden lässt, versucht es doch mal mit Brotchips. Dazu mischt Ihr einfach 3-4 EL Öl mit verschiedenen Kräutern, Salz, Knoblauch und 1-2 TL Essig zusammen und bestreicht damit die dünnen Brotscheiben. Dann müsst Ihr sie nur noch 10 bis 15 Minuten bei 180 Grad knusprig backen, bis sich goldbraune Ränder zeigen. Zwischendurch solltet Ihr die Scheiben einmal wenden.

Semmelknödel aus dem Backofen

Für Semmelknödel braucht man vor allem viel Brot, also perfekt, wenn man viele Brotreste hat. Für 12 Semmelknödel braucht Ihr:

- 400g altes helles Brot (Semmeln, Brezen)
- 1-2 Zwiebeln
- 1 Bund Petersilie
- 4 Eier
- 400 ml Milch
- Pflanzenöl
- Salz, Pfeffer und Muskat

Zuerst müsst Ihr eure Brotreste in mittelgroße Würfel schneiden. Auch die Zwiebeln müssen fein gewürfelt werden. Die schwitzt Ihr dann in etwas Öl an, bis sie glasig werden. Die Petersilie wascht Ihr und hackt sie fein. Gebt die Brotwürfel zusammen mit Zwiebeln, Petersilie, Milch und Eiern in eine große Schüssel und vermengt alles. Würzt die Mischung dann mit Salz, Pfeffer und Muskat und rührt alles noch einmal gut um. Das lasst Ihr dann für 15 Minuten stehen, damit alles gut durchziehen kann. Kleiner Tipp: Wenn Ihr sehr trockene Semmeln oder sehr hartes Brot verwendest hast, empfiehlt es sich, die Flüssigkeit und auch die Ziehzeit zu erhöhen. Der Knödelteig sollte nach der Ziehzeit gut verbunden und feucht sein. Vermischt den Teig ein letztes Mal und gebt ihn in eine gefettete Muffinform. Backt die Knödel dann bei 180 Grad für ca. 30 Minuten und macht kurz vor Schluss eine Stäbchenprobe. Eure Semmelknödel sind fertig, wenn sie etwas aufgegangen sind, die Oberfläche leicht gebräunt ist und kein Teig am Stäbchen hängen bleibt. Nehmt die Knödel dann aus dem Backofen und lasst sie noch für einige Minuten ruhen. Danach könnt Ihr sie dann aus der Form holen und genießen.

Semmelbrösel

Semmelbrösel sind wohl die Klassiker. Also einfach die trockenen Brotstücke in einer Küchenmaschine oder mit einer Reibe zu Bröseln verarbeiten. Die Semmelbrösel könnt Ihr dann zum Beispiel für Frikadellen, als Suppeneinlage, zum Bestreuen von Kuchenformen oder zum Panieren verwenden.