Richtig Starthilfe geben – die „Schritt-für-Schritt-Anleitung“

Es passiert im Winter immer wieder. Man steigt ins Auto, dreht den Schlüssel um, aber der Motor springt einfach nicht an. Dann braucht man (in den meisten Fällen einfach) Starthilfe! Aber wie genau geht das nochmal? Hier gibt es die „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ samt Video:

Ein wichtiger Hinweis vorab. Falls euer Auto an einer befahrenen Straße oder unübersichtlichen Stelle liegen geblieben ist, unbedingt das Warndreieck aufstellen und in eine Warnweste schlüpfen!

1. Zunächst wird das rote Kabel mit dem Pluspol des Spenderautos verbunden.

2. Danach müsst Ihr das andere Ende des roten Kabels an den Pluspol der Batterie des Pannenautos klemmen.

3. Als nächstes kommt das schwarze Kabel ins Spiel. Dieses solltet Ihr nun mit dem Minuspol der Batterie des Spenderautos verbinden.

4. Das andere Ende des schwarzen Kabels kommt an dem vorgegebenen Masseanschluss/Massepunkt des Pannenautos (den findet Ihr in der Betriebsanleitung) oder eine freie metallische Stelle am Motorblock. Wichtig! Das schwarze Kabel beim Pannenauto nicht an dessen Batterie anschließen – sonst droht Funkenflug!

5. Jetzt könnt Ihr schon den Motor des Spenderautos starten.

6. Nach einigen Minuten solltet Ihr versuchen das Pannenauto zu starten. Falls es nicht klappt, einfach eine Minute warten und nochmal probieren. Aber Vorsicht! Nach drei erfolglosen Startversuchen solltet Ihr lieber professionelle Hilfe holen. Ansonsten richtet Ihr am Auto möglicherweise nur Schaden an.

7. Wenn das Pannenauto aber angesprungen ist, könnt Ihr beide Autos einfach ein paar Minuten laufen lassen. Außerdem wäre es wichtig, im Empfängerauto größere Verbraucher wie Lüftung, Gebläse und Licht einzuschalten, sobald der Motor läuft. Damit könnt Ihr Spannungsspitzen vermeiden und so die Bordelektronik schützen.

8. Nun zunächst das schwarze Kabel vom Spenderauto und danach vom Pannenauto trennen. Wenn das erledigt ist, das rote Kabel entfernen.

9. Als nächstes könnt Ihr die Verbraucher wieder ausschalten. Aber lasst ja den Motor an!

10. Jetzt solltet Ihr versuchen, vorsichtig weiterzufahren. Falls aber die Fehlermeldung leuchtet, lieber anhalten und professionelle Hilfe rufen.

11. Als letzten Punkt solltet Ihr die Batterie an einer Haushaltssteckdose laden. Dafür genügen oft auch kleine Ladegeräte, die über Nacht angeschlossen werden können. Falls Ihr die Batterie nicht extern anschließen könnt, fahrt längere Zeit auf möglichst freien Strecken, um die Autobatterie wieder aufzuladen.

Und hier erklärt Euch der ADAC das alles noch in einem kurzen Video:

 

Falls euer Auto regelmäßig nicht anspringt, ist übrigens die Batterie wohl kaputt. Dann müsst ihr eine neue kaufen.