Schutzmasken in einzelnen Apotheken Bayerns ausverkauft

Auch wenn Mediziner ihren Einsatz in Deutschland nicht für sinnvoll halten: In Bayern sind Atemschutzmasken in einzelnen Apotheken bereits ausverkauft. Er habe Entsprechendes von Betrieben in Unterfranken und München gehört, sagte ein Sprecher des bayerischen Apothekerverbandes am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit gebe es angesichts des Coronavirus eine verstärkte Nachfrage. Zudem sei es bei einigen Großhändlern schwierig, Nachschub zu bekommen. Auch der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels bestätigte, dass einzelne Großhändler die Nachfrage aus den Apotheken nicht bedienen könnten.

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger (Universitätsklinikum Regensburg), hält nichts von der Anwendung der Masken: «Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es ergebe Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. «Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit», sagte Salzberger.