Schwarzarbeit im Wiesnzelt: Chef von Reinigungsfirma zu Haft verurteilt

Im Prozess um Schwarzarbeit in einem Oktoberfestzelt ist heute in München der Geschäftsführer einer Reinigungsfirma zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er soll unter anderem Steuern hinterzogen und Sozialabgaben für Mitarbeiter nicht bezahlt haben. Das Landgericht München I sprach den 38-Jährigen auch wegen Insolvenzverschleppung und wegen vorsätzlichen Bankrotts schuldig, wie das Gericht mitteilte. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Der Mann soll immer wieder neue Reinigungsunternehmen gegründet und mit ihnen Aufträge und Arbeitnehmer aus vorangegangenen Firmen übernommen haben. Jeweils wenn sich eine erste Steuerprüfung ankündigte, ließ er die Firmen laut Anklagevorwurf insolvent gehen – und gründete wiederum neue.