Söder kritisiert Lebensmittelverschwendung und lobt Arbeit der Tafeln

Menschen aus der Isolation holen, ihre finanziellen Spielräume erweitern und gleichzeitig Lebensmittel vor dem Mülleimer retten: Die Tafeln leisten einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft. Ministerpräsident Söder hat heute gemeinsam mit Bayerns Sozialministerin Schreyer die Münchner Tafel besucht. Etwa 700 Mitarbeiter sind dort beschäftigt – die allermeisten davon ehrenamtlich. Mit Ihrem Einsatz würden sie Menschen helfen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, lobte Schreyer. Sie würden viel Zeit und Liebe investieren. Neben dem Verteilen von Lebensmitteln bieten die Tafeln auch einen Ort, an dem Menschen mit anderen Kontakte knüpfen können.

Die Münchner Tafel gehört zu den größten in Deutschland, rund 20 000 Menschen werden in der Landeshauptstadt von ihr mit Lebensmitteln, aber auch anderen Dingen wie Schuhe versorgt. Anders als andere Tafeln verlangt die Münchner Tafel von ihren «Gästen» keine Gebühr. Nach Angaben von Mitarbeitern gibt es in der Landeshauptstadt rund 130 000 Menschen, die am Rande des Existenzminimums leben, theoretisch könnten sich auch diese bei der Tafel anmelden. Da die Tafel jedoch an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen ist, gibt es längst eine Warteliste. In Bayern gibt es rund 170 Tafeln. Dort werden von den rund 7000 Helfern jährlich etwa 50 000 Tonnen Lebensmittel bewegt.