Sportpferd stirbt nach Behandlung – Entscheidung vertagt

Zehn Jahre nach dem Tod eines teuren Sportpferdes will das Oberlandesgericht München (OLG) den Rechtsstreit zwischen der Halterin und einem Tierarzt im Januar entscheiden. In der Verhandlung heute machte der Vorsitzende Richter dem Veterinär kaum Hoffnung auf Erfolg seiner Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts München II. Die Richter rieten ihm deswegen, seine Berufung innerhalb einer Woche zurückzuziehen – ansonsten müsste er im schlimmsten Fall 1,5 Millionen Euro Schadenersatz an die Pferdehalterin zahlen. Das Landgericht hatte den Mediziner zu einer Zahlung von 250 000 Euro verurteilt. Der Mann hatte das hustende Dressurpferd im Jahr 2010 über Blut mit homöopathischen Mittel behandelt. Nach wenigen Minuten starb das Tier, das eigentlich an Olympischen Spielen hätte teilnehmen sollen.