Staatsregierung gedenkt Befreiung des KZ Dachau vor 75 Jahren

Mit einer Kranzniederlegung gedenkt Bayerns Staatsregierung am Vormittag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau vor 75 Jahren. Ministerpräsident Söder und Landtagspräsidentin Aigner werden dazu erwartet. Um 17 Uhr folgt auch eine ökumenische Videoandacht aus der Versöhnungskirche der Gedenkstätte, die es im Internet zu sehen gibt. Eigentlich war am 3. Mai eine große Gedenkfeier mit ehemaligen Häftlingen und Befreiern geplant. Sie wurde aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt.

US-amerikanische Soldaten hatten in Dachau am 29. April 1945 mehr als 30.000 Menschen befreit, die in dem Lager inhaftiert waren. Neben den entkräfteten und ausgezehrten Häftlingen fanden die Soldaten auch viele Tote. Dachau war das erste dauerhafte, große Lager der Nazis, die dort auch SS-Soldaten auf das Töten vorbereiteten. Von März 1933 bis 1945 saßen hier mehr als 200.000 Menschen aus ganz Europa in Haft, darunter Kommunisten, Sozialdemokraten, Priester, Juden, Zeugen Jehovas, Roma und Sinti sowie Homosexuelle. Lagerunterlagen listen knapp 32.000 Tote in Dachau auf. Historiker gehen aber von mehr als 40.000 Toten aus.