Starnberg: Polizei warnt vor „Romance-Scamming“

Die Starnberger Polizei warnt vor dem sogenannten „Romance Scamming“. Der Masche, bei der den Opfern auf Internetportalen die große Liebe vorgegaukelt wird, war wieder erfolgreich. Dieses Mal bei einer 75-Jährigen aus dem Landkreis Starnberg. Über 16 Monate hinweg, gaukelte ihr ein Betrüger seine Liebe vor und brachte die Frau immer wieder dazu Geld für angebliche Notsituationen zu überweisen. Die Polizei warnt deshalb vor dieser Masche.

So erkennen Sie einen Romance- oder Love-Scammer:

– Über Netzwerke oder Dating-Seiten gelangen die Betrüger an Ihre Mailadresse und locken mit einer Einladung zum Chat. Oft werden deutsche Emailadressen verwendet.

– Die Betrüger kommunizieren meistens in gutem Englisch. Aber Vorsicht: Viele sprechen auch perfektes Deutsch!

– Scamm-Frauen locken bevorzugt mit schönen, oft leicht bekleideten Fotos. Scamm-Männer nutzen häufig Fotos von uniformierten Männern.

– Oft überschütten die Scammer ihre Opfer gleich zu Anfang mit überbordenden Liebesschwüren. Aber auch seriös wirkende Mails sollen Interesse wecken.

– In den Nachrichten werden durch Geschäftsreisen oder z. B. familiäre Probleme Verbindungen zu Westafrika/Osteuropa/Südamerika oder Südostasien hergestellt.

– In allen Fällen Bitten die Betrüger ihre Opfer z. B. um Geld, eine Heirat, ein Visum, Päckchen-/Briefversand, ein gemeinsames Konto oder auch um Kopien von Ausweisen.

 

Was tun, wenn Sie gescammt wurden?

– Ignorieren Sie die Forderungen des Scammers. Überweisen sie auf keinen Fall Geld, lösen Sie keine Schecks ein, leiten Sie auch keine Briefe und Päckchen weiter oder bewahren diese auf. Machen Sie geleistete Zahlungen, wenn möglich, sofort rückgängig.

– Sichern Sie alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf CD oder USB-Stick.

– Informieren Sie unverzüglich die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

– Brechen Sie jeglichen Kontakt ab, ob per Chat, Mail oder Telefon.