Starnberg: Zwei Männer nach Mordfall angeklagt

Mehr als ein Jahr nach der Ermordung von Eltern und ihrem Sohn im oberbayerischen Starnberg hat die Staatsanwaltschaft München II zwei junge Männer angeklagt. Sie wirft ihnen Mord, besonders schweren Raub sowie Verstoß gegen das Kriegswaffenkontroll- und Waffengesetz vor. Nach dem Willen der Anklagebehörde sollen sich die beiden 19 und 20 Jahre alten Männer vor der Jugendkammer des Landgerichts München II verantworten, die nun über die Eröffnung des Verfahrens zu entscheiden hat.

Die beiden waren mit dem 21 Jahre alten Sohn der Familie befreundet. Der 20-Jährige soll mit seinem Freund noch den Abend verbracht haben – ehe er ihn und die Eltern erschoss. Um die Tat zu vertuschen, soll er eine Pistole so neben dem toten Freund drapiert haben, dass es aussah, als habe dieser erst seine Eltern und dann sich selbst getötet.

Der 19-Jährige soll den 20-Jährigen zum Tatort gefahren, während der Tat in der Nähe gewartet und ihn anschließend wieder abgeholt haben. Nach der Tat nahmen die beiden laut Anklagebehörde gemeinsam mehrere voll- und halbautomatische Schuss- sowie Kriegswaffen aus dem Besitz des Sohnes mit.

Eine Polizeistreife hatte die Leichen der 60 Jahre alten Frau und ihres 64 Jahre alten Mannes sowie des Sohnes am 12. Januar entdeckt, nachdem die Tochter sich Sorgen gemacht hatte.