Über 1.000 Ermittlungsverfahren wegen E-Scootern in München

Die Staatsanwaltschaft München I hat im vergangenen Jahr 1.050 Ermittlungsverfahren wegen Fahrten auf E-Scootern geführt. Bei dem weitaus überwiegenden Teil handele es sich um Trunkenheitsfahrten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hans Kornprobst. Die Hochphase war während des Oktoberfestes. Zuletzt sei die Zahl allerdings gesunken. Das könne am Wetter liegen, man gehe aber auch von einem gewissen Lerneffekt aus, so Kornprobst.

Absolute Fahruntüchtigkeit liegt ab einem Promillewert von 1,1 vor. Von diesem Wert an wird die Sache strafrechtlich relevant und ist keine Ordnungswidrigkeit mehr. Die Täter waren nach Angaben der Staatsanwaltschaft «vor allem Ersttäter, die sich spontan – vor allem nachts – zu einer Fahrt entschieden». Die meisten hatten zwischen 1,1 und 2,0 Promille Alkohol im Blut.

In der Regel mussten sie mit einem Strafbefehl von 40 Tagessätzen, Führerscheinentzug von sieben bis neun Monaten und einem Fahrverbot vor drei Monaten rechnen. Drei Monate lang dürfen dann auch keine Kraftfahrzeuge geführt werden, für die man eigentlich keinen Führerschein braucht – zum Beispiel E-Scooter.