UEFA schafft Auswärtstorregel ab

Die europäische Fußballorganisation UEFA schafft ab nächster Saison die Auswärtstorregel in all ihren Vereinswettbewerben ab. So gilt ab der Saison 2021/22 in Champions League, Europa League und Co. in K.o.-Runden: Nur wer insgesamt mehr Tore erzielt hat, kommt weiter.

Bisher kamen Teams eine Runde weiter, auch wenn es nach zwei Spielen Unentschieden stand, solange sie auswärts mehr Tore erzielt hatten als der Gegner. Diese Regel fällt nun weg. Sollte es nach dem Rückspiel insgesamt Unentschieden stehen, folgt künftig eine Verlängerung (2 x 15 Minuten) und sollte dann immer noch kein Sieger feststehen, gibt es Elfmeterschießen.

Die UEFA begründet die Entscheidung unter anderem damit, dass die Statistiken zeigen, dass der Heimvorteil immer weniger wird (Mitte der 70er-Jahre war die Bilanz von Heim- und Auswärtssiegen 61% zu 19 %, heutzutage liegt sie bei 43% zu 30 %). Viele Trainer und Fans hätten in den vergangenen Jahren daher die Fairness der Auswärtstorregel in Frage gezogen, so die UEFA. Außerdem hätte die Regel dazu geführt, dass vor allem die Heimmannschaft im Hinspiel weniger angreift, um ja kein Tor zu kassieren.