Verteidigung geht gegen Urteil im Stromschlag-Prozess vor

Der aufsehenerregende Stromschlagprozess geht offenbar weiter. Die Verteidigung hat gegen das Urteil nach Angaben des Landgerichts München II Rechtsmittel eingelegt. Die Staatsanwaltschaft verzichtete allerdings darauf, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde sagte. Vor einer Woche hatte das Gericht einen Informatiker aus der Nähe von Würzburg zu elf Jahren Haft wegen versuchten Mordes in 13 Fällen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich als falscher Arzt ausgegeben und junge Frauen per Internet-Chat dazu gebracht hat, sich selbst lebensgefährliche Stromschläge zuzufügen. Außerdem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.