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Vorsicht: So unterscheidet Ihr Holunder vom giftigen Attich

Er blüht gerade wieder in seiner vollen Pracht und verströmt einen tollen Geruch: der Holunder. Viele pflücken die vitamin- und mineralienreiche Heilpflanze, um daraus Sirup, Saft oder Marmelade zu machen. Aber Vorsicht: Der Attich, auch Zwerg-Holunder genannt, schaut dem echten Holunder ähnlich, ist aber giftig!

Warum ist der Attich gefährlich?

Alle Pflanzenteile des Zwerg-Holunders sind giftig. Wer die Beeren ist, erleidet oft Durchfall und heftige Übelkeit. Selbst eine tödliche Vergiftung ist nicht ausgeschlossen! Aber Vorsicht: Auch die Beeren des echten Holunders sind im rohen zustand ungesund. Sie dürfen nur gekocht gegessen werden.

Wie kann ich Holunder von Attich unterscheiden?

Das ist ganz einfach: Am Geruch! Echter Holunder riecht angenehm süßlich, Attich hingegen richtig unangenehm. Die Blätter des Zwerg-Holunders sind außerdem schmaler und kürzer. Und im Spätsommer kann man beide gut an den Beeren unterscheiden. Die giftigen violett-schwarzen Beeren des Attichs sind immer aufwärtsgerichtet. Essbare Früchte hängen hingegen nach unten. Außerdem hat die Attich-Beere eine leichte Delle auf der Schale.

So sieht im Vergleich zum Holunder den Ihr oben seht Attich aus

© Denis Barthel

Einfache Rezepte, um Holunder zu verarbeiten

Selbstgemachter Holunder-Sirup

1. 1,5 Liter Wasser und 1,5 Kilo Zucker und 40 Gramm Zitronensäure in einem Topf aufkochen und wieder abkühlen lassen

2. 20 Holunderblüten und zwei in Scheiben geschnittene Bio-Zitronen in den Topf geben

3. Alles zwei Tage an einem kühlen Ort durchziehen lassen. Hin und wieder umrühren

4. Den Sirup durch ein Sieb gießen und nochmal kurz aufkochen

5. Sofort in Flaschen abfüllen

Selbstgemachter Holunder-Saft

1. 2 Kilogramm Holunderbeeren mehrmals gründlich waschen und von den Stängeln streifen. In einen großen Topf geben, mit 0,5 Liter Wasser bedecken und zusammen mit 150 Gramm Zucker aufkochen lassen

2. Nach 15 Minuten sind die Beeren weich und schrumpelig, weil sie schon viel Saft abgegeben haben. Dann durch ein Tuch oder ein feinmaschiges Sieb in einen anderen Topf schütten. Rückstände gründlich auspressen, um möglichst viel Saft zu erhalten

3. Holundersaft ist nun fertig und kann frisch genossen werden. Um ihn zu konservieren, wird der Saft in saubere Flaschen gefüllt und diese mit Gummipfropfen oder Schraubverschlüssen verschlossen

4. Anschließend Holundersaft (in der Flasche) in einem Topf mit heißem Wasser erhitzen. Mindestens 30 Minuten lang muss der Saft kochen. Dann kühl lagern

Rezept Holunderblüten-Orangenmarmelade

1. 15 Holunderblütendolden zusammen mit der 10 Gramm Zitronensäure und 2 Liter Orangensaft 24 Stunden lang in einem großen Topf mit Deckel ziehen lassen.

2. Nach den 24 Stunden die Holunderblüten vom Saft trennen und den Saft mit 2 Kilogramm Gelierzucker aufkochen lassen. Noch heiß in vorbereitete Gläser füllen und sofort verschließen.

 in vorbereitete Gläser füllen und sofort verschließen.