Warum Ihr trotz Reisewarnung verreisen könnt

Auch wenn gerade erst die Pfingstferien laufen, machen sich viele natürlich schon Gedanken um die Sommerferien. Jetzt kam die Meldung. Das Auswärtigen Amtes verlängert die Reisewarnung für über 160 Länder, die nicht in der EU sind, bis Ende August. Dazu gehören zum Beispiel die beliebten Urlaubsländer Türkei, Ägypten und Tunesien dazu.

Heißt das, dass wir jetzt definitiv nicht in solche Länder reisen können?

Nein, das heißt es nicht. Denn es ist ja eine Reisewarnung und kein Reiseverbot. Das Auswärtige Amt rät nur dringend davon ab, in diese Länder zu reisen, wenn es keine notwendige Reise ist. Es verbietet aber nicht das Verreisen. Solange es bei den Ländern, wo wir hinwollen, kein Einreiseverbot für uns gibt, können wir also dort hinreisen.

Hat die Reisewarnung dann überhaupt Auswirkungen für den Sommerurlaub?

Auf jeden Fall. Wer eine Pauschalreise bis Ende August in die betroffenen Nicht-EU-Länder gebucht hat, kann die Reise jetzt kostenlos stornieren. Das ist also sehr hilfreich für alle, die sagen, es wäre mir gerade eh zu heikel, so weit wegzufahren. Andererseits canceln die deutschen Reiseanbieter jetzt wegen der Reisewarnung die meisten Reisen von sich aus. Selbst, wenn ihr nur ein Hotel über sie gebucht habt, wird das meist storniert. Blöd also für alle, die trotz der Warnung gerne weiter weg verreisen möchten.

Aber das könnt Ihr trotzdem tun. Dazu müsst Ihr selbst einen Flug und Hotel buchen. Das Hotel bucht Ihr am besten über die Homepage des Hotels selbst. Der große Nachteil: Sollte die Reise doch nicht stattfinden können, wird es für Euch viel schwieriger, euer Geld zurückzubekommen. Und sollte das Reiseland auf einmal doch wieder die Grenzen wegen einer zweiten Coronawelle dichtmachen, wird euch die Bundesregierung nicht nach Deutschland zurückholen. Sie hatte ja extra vor jeder nicht notwendigen Reise gewarnt. Ihr seid somit auf eigenem Risiko unterwegs.