Weihnachtsferien in Bayern schon am 18. Dezember

Update:

Nun scheint klar, wie es in der Coronakrise in Deutschland weitergeht. Vor ihrer morgigen Beratung mit Kanzlerin Merkel, haben sich die Ministerpräsidenten der Länder auf ein weiteres Vorgehen geeinigt. Laut Medienberichten wird der Lockdown Light bis 20. Dezember verlängert. Vom 23. Dezember bis 1. Januar, also Weihnachten bis Silvester, sollen sich dann bis zu 10 Erwachsene treffen können. Kinder bis 14 Jahre werden hier nicht mitgezählt. Ein Weihnachten mit der Großfamilie sowie eine größere Silvesterparty wären somit möglich.
Um das Infektionsrisiko dennoch geringer zu halten, sollen die Menschen freiwillig in eine mehrtägige Quarantäne gehen. Die Weihnachtsferien werden dafür auch extra vorgezogen. In Bayern ist nun der 18. Dezember und nicht der 22. Dezember der letzte Schultag. Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten „erheblich gesenkt“, argumentierte Ministerpräsident Söder.

Außerdem sieht die Vorlage der Ministerpräsidenten folgende Punkte vor.

  • Strenge Kontaktbeschränkungen vom 1. Dezember sollen an die Sonderregelung für die Feiertage ermöglichen. Wörtlich lautet die Vereinbarung der Länderchefs: „Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken“.
  • Die Maskenpflicht soll auch auf Parkplätze von Einzelhandelsgeschäften sowie belebte Straßen und Plätze in Innenstädten erweitert werden.
  • Unternehmen sollen prüfen, ob sie entweder durch Betriebsferien oder großzügige Home-Office-Lösungen vom 21. Dezember bis 3. Januar geschlossen werden können.
  • Die Schulen und Kitas bleiben weiter offen. Die Länder konnten sich nur einigen, dass in Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Coronafällen pro 100.000 Einwohnern eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt wird, aber nur ab der 7. Klasse.
  • Böller und Silvesterraketen bleiben an Silvester erlaubt. Sie sollen nur auf belebten Plätzen verboten werden.
  • Hochschulen und Universitäten sollen wieder ausschließlich digital Vorlesungen und Kurse durchführen.

Ursprungsmeldung:

Nun ist es endgültig: Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen.

Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, sagte Söder. «Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können.» Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten «erheblich gesenkt», argumentierte der Ministerpräsident.

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die Unions-regierten Länder für eine solche Verlängerung der Ferien ausgesprochen – so stand es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier. Zunächst war Nordrhein-Westfalen in Vorlage gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten.