Wirkung, Vorteile, Nebenwirkungen: Alles wichtige zum Johnson & Johnson Impfstoff

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat einen vierten Coronaimpfstoff zugelassen, ein Vektorimpfstoff des US-amerikanischen Herstellers Johnson & Johnson. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem neuen Mittel.

Was für ein Impfstoff ist das?

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist wie der Impfstoff von AstraZeneca ein sogenannter Vektorimpfstoff. Das heißt, er besteht aus für uns harmlose Viren, den sogenannten Vektoren. Diesen harmlosen Viren wird ein kleiner Teil des Erbguts, also der DNA, des Coronavirus eingebaut. Mit diesem kleinen Erbgutschnipsel lernt und trainiert unser Immunsystem dann, wie es die Coronaviren bekämpfen kann.

Wie ist die Wirksamkeit?

Bei klinischen Studien hatte die Impfung eine Schutzwirkung von 66 % erreicht. Das heißt, unter den geimpften Studienteilnehmer gab es zwei Drittel weniger Coronainfektionen als bei den Studienteilnehmern, die keinen Impfstoff bekommen hatten. Zudem wurde die Zahl der schweren Verläufe um 85 % verringert.

Hilft der Impfstoff gegen die Corona-Mutationen?

Ja. Der Impfstoff wurde dafür extra in Brasilien und Südafrika getestet, wo sich zwei unterschiedliche Mutationen ausbreiten. In Brasilien hatte der Impfstoff von Johnson & Johnson eine Wirksamkeit von rund 68 % in Südafrika von 64 %.

Was sind die Vorteile?

Der größte Vorteil ist, dass man nur eine Impfung braucht, um vollständig geimpft zu sein. Bei den anderen Impfstoffen, die bisher zugelassen wurden, braucht man hingegen zwei Impfungen, also den doppelten Aufwand. Und die Lagerung ist sehr einfach. Der Impfstoff kann in einem normalen Kühlschrank gelagert werden und ist so auch ohne Einschränkungen dafür geeignet, um in normalen Arztpraxen verwendet zu werden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Kein Medikament ohne Nebenwirkungen. Wie auch bei den anderen bisher zugelassenen Coronaimpfstoffen, klagen manche Menschen beim Johnson & Johnson Impfstoff über leichte Schmerzen an der Einstichstelle. Auch Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Müdigkeit und Schüttelfrost können vorkommen. Die Nebenwirkungen dauern aber nur kurz an. Es gibt Menschen, die allergisch auf die Inhaltsstoffe reagieren. Wenn dies vorab schon bekannt ist, werden sie diesen Impfstoff nicht erhalten.